Ich wurde 1968 in Kassel geboren. Das Aufwachsen auf dem Land hat in mir die beiden größten Leidenschaften meines Lebens geweckt: die Liebe zur Natur und zu Büchern. Mein Ziel ist es, unterhaltsame Bücher über ernste Themen zu schreiben, wobei Ursula K. Le Guin, Douglas Adams, Andy Weir und Becky Chambers meine größten Vorbilder in Sachen Schreiben und Geschichtenerzählen sind.
Mein Ansatz besteht zunehmend darin, herauszufinden, wie wir unsere gesellschaftlichen Prägungen überwinden können, um uns selbst und die Natur vor einer Klimakatastrophe zu bewahren.
Ich bin überzeugt, dass der Schlüssel in unserer Fähigkeit liegt, einander zu vertrauen, Gemeinschaften aufzubauen und Fakten anzuerkennen, um entsprechend zu handeln. Mein Hauptanliegen ist es, mit interessanten Geschichten und aufschlussreichen Fakten Hoffnung zu wecken.
Ich engagiere mich bei den Climate Fiction Writers Europe, weil ich nun schon seit einem Jahrzehnt Climate-Fiction-Romane schreibe, und dieses Thema erscheint mir nach wie vor als das wichtigste unserer Zeit.
— Anette Schaumlöffel
Zwei, die einander das Leben retten:
Eine Katze und eine Frau.
Fünfhundert Jahre nach dem endgültigen Klimakollaps durch eine fehlgeschlagene Geo-Engineering-Maßnahme erwacht Regina in einer Kälteschlafkapsel. Sie ist allein und erinnert sich weder an ihr Leben noch an ihre Aufgabe.
Die kleine Katze, die sie geweckt hat, zeugt davon, dass die Natur wieder freundlich zu ihren Geschöpfen ist. Doch gilt das auch für Menschen?
Während in Anette Schaumlöffels erstem Zukunftsroman „Eine zweite Chance“ die Protagonisten in Raumschiffen dem Untergang ihrer Heimat entfliehen, zeigt „Die Erwachte“, wie es auf der Erde weitergegangen ist.
Reise ins Innere einer neuen Welt
Ragin ist nach fünfhundert Jahren Kälteschlaf erwacht und möchte vor allem in Ruhe eine Welt kennenzulernen, in der die Klimakatastrophe nur noch eine schwache Erinnerung ist. Da ruft sie ein anderer Überlebender aus ihrer Zeit um Hilfe. Widerwillig verlässt sie ihre sichere Station, um sein Problem zu lösen. Sie rechnet mit einem Ausflug von wenigen Tagen.
Zum Glück hat sie die Katze Alice nicht zurückgelassen, denn es kommt natürlich anders. Statt die Wildnis zu überfliegen, tauchen die Gefährtinnen tief darin ein. Auf ihrem Weg lernt Ragin die Gemeinschaften der überlebenden Menschen kennen und entdeckt auch an sich selbst ganz neue Seiten. Doch kann sie nirgends bleiben, bis sie ihre Mission erfüllt hat.
Auf ihrem Weg muss sie Gefahren trotzen, von denen die eigene Selbstüberschätzung nicht die geringste ist.
Im dritten Band der Trilogie erreicht Ragin endlich Roger in der benachbarten Enklave. Sein Hilferuf hat sie dazu gebracht, eine weite Reise zurückzulegen und es ist höchste Zeit, dass sie ankommt.
Wie sie ist auch er in der Nähe wiederaufgebauter menschlicher Gemeinschaften aus dem Kälteschlaf erwacht. Sein gutes Herz und vielleicht auch seine Einsamkeit haben ihn dazu gebracht, sein Wissen und seine Technik zu teilen. Mit leider fatalen Folgen.
Ragin wird Zeugin einer ungerechten Gesellschaft, in der Frauen den Männern ohne Chance unterworfen sind. Doch ihre Ankunft bleibt nicht wirkungslos und unbeabsichtigt bringt sie einen Stein ins Rollen, der zu einer Lawine zu werden droht.